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CCConference 05/11/25*

Wann: 5. November 2025, 8.30 – 17.45

Wo: Saal der Labstelle, Wollzeile 1, 1010 Wien

In einer zunehmend digitalen und komplexen Welt ist es unser Ziel, das Bewusstsein für den Umgang mit Medien und Kommunikation zu schärfen. Authentisch zu kommunizieren und zu handeln wird zur zentralen Herausforderung unserer Zeit.

Professionelle Kommunikator*innen stehen täglich vor der Aufgabe, die Werte und Positionen ihrer Organisationen, Institutionen oder Marken inmitten eines stetig wachsenden Informationsraums glaubwürdig zu vermitteln. Doch wie gelingt Kommunikation, die nicht nur Aufmerksamkeit erzeugt, sondern auch Resonanz schafft – und im besten Fall Wirkung entfaltet?

Aus unterschiedlichen kommunikationsrelevanten Bereichen kommen Public Intellectuals, Vordenker*innen sowie Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um diese Fragen zu diskutieren. Neben Keynotes, Panels und ganz ganz anderen Formaten bietet das Programm offene Dialogformate, in denen Teilnehmende ihre Perspektiven einbringen können.

Die CCConference versteht sich als Denk- und Dialograum für zeitgemäße Kommunikation – interdisziplinär, kritisch und konstruktiv. Alle sind eingeladen, aktiv zur Verbesserung unserer Kommunikationskultur beizutragen.

diskutiert haben

Session I

Transformation im Algorithmus

Kommunikation wandelt sich durch Smartphones, soziale Medien und Künstliche Intelligenz. Neue Technologien eröffnen Chancen für Verbindung, Teilhabe und Effizienz. Doch wie nutzen wir diese Möglichkeiten bewusst, nachhaltig und behalten dabei das Menschliche im Digitalen?

Always on, always alone?

diskussion

ANU PÖYSKÖ
Medienpädagogin, langjährige Leiterin WIENXTRA-Medienzentrum
CLEMENS MARISCHEN
Kommunikations- & Social-Media-Experte, WU Wien
OLIVER SCHEIBENBOGEN
Klinischer Psychologe, Anton Proksch Institut,
führend in digitaler Gesundheit
STEFANIE WINKLER-SCHLOFFER
Director Marketing Communications bei A1

Smartphones prägen unseren Alltag, unsere Kommunikation und unser Miteinander. Doch fördern sie echte Nähe oder ersetzen sie sie durch ständige Verfügbarkeit? Verbinden sie uns oder isolieren sie uns?

Wenn alle nur noch das eigene Programm streamen und kuratieren – auf YouTube, TikTok, Spotify u. a. – was bleibt dann von gemeinsamen kulturellen Bezugspunkten? Erleben wir das Ende öffentlicher Medienräume oder nur einen Wandel, den traditionelle Medien nicht verstehen?

Immer mehr Länder regulieren die Smartphone- oder Social-Media-Nutzung für Minderjährige. Doch schützen wir Kinder damit wirklich oder verwehren wir ihnen wichtige Erfahrungsräume? Wer trägt Verantwortung für digitale Bildung und Resilienz – und wie vermitteln wir Kompetenzen, die vielen selbst fehlen?

Was verlieren und was gewinnen wir, wenn unser wichtigstes Fenster zur Welt in der Hosentasche liegt? Und wie gestalten wir digitale Nähe, ohne das Soziale aus dem Blick zu verlieren?

Machen wir es uns mit der
KI zu einfach?

diskussion

ALEXANDRA CIARNAU
Co-Leiterin der Digital Industries Group,
Head of Metaverse bei DORDA, Präsidentin von Women in AI Austria
BARBARA STEINBRENNER
Technologie-Redakteurin bei Die Presse,
seit 10 Jahren führende Stimme im Tech-Journalismus
GERHARD KÜRNER
CEO 506.ai, Experte für Unternehmens-KI & AI Upper Austria
GERNOT WAGNER
Klimaökonom, Columbia Business School,
Autor & Gastautor (NYT, Washington Post)
HANNES STARKBAUM
Soziologe & Politikwissenschaftler, IHS Wien

Ob gesellschaftliche Herausforderungen, Berufsalltag oder private Kommunikation: Künstliche Intelligenz verspricht Effizienz, Automatisierung und Entlastung.

Doch wenn Maschinen Texte schreiben und lesen, was bleibt dann von kultureller Produktion und echter Kommunikation? Entsteht Bedeutung nicht erst durch menschliches Engagement? Reden wir künftig nur noch mit unserem digital generierten Spiegelbild, weil es uns besser versteht als echte Menschen?

Hilft KI, die Welt besser zu verstehen oder reduziert sie die Welt einfach nur auf das, was uns gefällt? Hilft sie uns nachhaltigere Lebensweisen zu entwickeln oder verschärfen die unsichtbaren Nebenwirkungen und der Rohstoffverbrauch nur die bestehenden Problem?

Zwischen Entlastung und Abhängigkeit, Innovation und digitalem Müll bleibt die Frage: Wie gestalten wir den Umgang mit KI, ohne uns selbst dabei zu verlieren?

Session II

Influence me: Weltbilder und Selbstbilder

Gender, Körper und Identität werden heute in sozialen Medien sichtbar, verhandelt und vermarktet. Zwischen Selbstinszenierung und Algorithmus entstehen neue Räume für Ausdruck, aber auch neue Konflikte. Wie formen Plattformen das Selbstbild einer Generation und wer bestimmt die Regeln?

Freedom of Speech oder
Freedom of Reach?

talk

DOMINIK SINNREICH
Soziologe, Experte für Framing & Wording, Redenschreiber
JAKOB-MORITZ EBERL
Senior Scientist am Institut für Publizistik- und 
Kommunikationswissenschaft der Universität Wien; 
forscht zu politischer Kommunikation und Medienwirkungen
KLEMENS GANNER
COO APA Gruppe, zuständig für
APA Digitalisierungs- und AI-Strategie
LISA SANS
Marketingexpertin bei Tierschutz Austria, 
Mitgründerin von Storytime Media

Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. Doch heißt das auch, dass jede Meinung maximale Reichweite verdient? In digitalen Öffentlichkeiten, in denen Plattformen Aufmerksamkeit belohnen statt Argumente, verschiebt sich das Kräfteverhältnis zwischen Information und Inszenierung, zwischen Aufklärung und Algorithmus.

Fake News, Clickbait-Politik und polarisierende Narrative verdrängen zunehmend substanzielle Inhalte. Müssten Plattformen, deren Logiken – technisch, ökonomisch oder ideologisch – diskriminierende Inhalte begünstigen nicht stärker reguliert werden? Wie können wir Populismus, dem Wirken von Verlustunternehmern und der Manipulation über Ängste und Sorgen entgegenwirken?

Wie frei ist unsere Meinungsbildung heute noch? Und wer trägt Verantwortung dafür, welche Stimmen sichtbar werden und welche nicht? Wie schützen wir Meinungsfreiheit, Vielfalt und echte Information in einer Welt, die Aufmerksamkeit zur wichtigsten Währung erklärt hat?

Ich scrolle, also bin ich...

diskussion

ALINA HEINER
Social-Media- und Influencer-Marketing-Expertin
BARBARA BLEIER-SERENTSCHY
Director Marketing & Communications, Palmers Textil AG
ELKA XHARO
Informatikerin, Medizinphysikerin, politische Aktivistin,
Instagram-Kanal „The Sciency Feminist“
JULES VOGEL
Content Creatorin und Social Media Managerin,
Kanal @julesvogel zu den Themen: Gefühle, Beziehungen, 
Dating, LGBTQIA+, das Leben mit Ende 20

Zwischen Softbois und TradWives, Genderfluidität und GymTok, Body Positivity und Incel-Kultur:

Soziale Medien, allen voran Instagram und TikTok, sind für die Gen Z zum zentralen Ort geworden, um Identität zu zeigen oder zu finden. In einer Welt von Influencer*innen, Content Creator*innen und Algorithmen geht es scheinbar permanent darum sich abzugrenzen, anzuschließen und zu inszenieren.

Aber wer beeinflusst hier eigentlich wen? Der Algorithmus das Selbstbild oder das Bedürfnis nach Zugehörigkeit den Content? Weshalb entstehen in denselben digitalen Räumen so gegensätzliche Strömungen – von toxischer Männlichkeit und Incel-Kultur einerseits bis hin zu queerer Sichtbarkeit und aktivistischer Selbstermächtigung andererseits? Woher kommt die gesellschaftliche und politische Polarisierung, obwohl alle dieselben Apps nutzen?

Wie formen soziale Medien die Selbstbilder und Weltbilder einer ganzen Generation? Widersprechen Zweifel und Grautöne schlicht der Logik des Scrollens? Und wenn alles Ausdruck von etwas ist: was ist dann noch echt?

Kontrolliert Kapital unsere Kommunikation in der digitalen Welt?

spark talk

KRISZTINA ROZGONYI
Senior Scientist am Austrian Institute of Technology (AIT),
forscht zu Plattform-Governance, KI-Ethik, Medienpolitik und
gesellschaftlichem Wandel

Wenige Konzerne und Superreiche dominieren heute die zentralen Plattformen, Schnittstellen und Protokolle, auf denen unsere Kommunikation basiert – und verfügen zugleich als Einzige über das Kapital, um dauerhaft mitzubestimmen, wie diese Infrastrukturen weiterentwickelt werden. Denn allein der Aufbau konkurrenzfähiger Rechenzentren und KI-Ressourcen kostet Milliarden.

In einer digitalen Welt, in der Informationsflüsse, Plattformen und Technologien zunehmend privater Kontrolle unterliegen, stellt sich die Frage:
Was passiert mit der Demokratie, wenn die Grundlagen unserer Kommunikation – von Hardware über soziale Netzwerke bis hin zur Künstlichen Intelligenz – in den Händen weniger Kapitalbesitzer liegen? Führt extreme Vermögenskonzentration zwangsläufig auch zu Meinungs- und Medienmacht?

Wie sehen die Mechanismen medialer Machtkonzentration in einer digitalen Gesellschaft aus? Lassen sich extremer Reichtum und Demokratie überhaupt miteinander vereinbaren, wenn unsere Kommunikationsräume von den Logiken privater Infrastruktur bestimmt werden?

Disruption der Demokratie?

diskussion

ANSWER LANG
Stellv. Kabinettschef und Referent für Medienpolitik
des Vize- und Medienministers
ASTRID MAGER
Senior Academy Scientist am Institut für Technikfolgen-
Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
KRISZTINA ROZGONYI
Senior Scientist am Austrian Institute of Technology (AIT),
forscht zu Plattform-Governance, KI-Ethik, Medienpolitik und
gesellschaftlichem Wandel
MICHAEL ALTRICHTER
Startup-Unternehmer, BusinessAngel
RAINER NEWALD
Generalsekretär der Österreichisch-Amerikanischen
Gesellschaft und PR-Berater
STEPHAN GUSTAV GÖTZ-BRUHA
Pressesprecher des Bundespräsidenten

In digitalen Räumen stellt sich zunehmend die Frage: Braucht es klare, demokratisch legitimierte Regeln für die digitale Welt, oder entstehen dort von selbst soziale und kulturelle Normen? Und wenn ja: funktionieren diese im Sinne aller, oder im Interesse weniger?

Profitieren vor allem große Anbieter in ihrem Streben nach Dominanz von dem, was als freier Wettbewerb gilt? Können kleine Anbieter überhaupt noch innovativ sein – oder fehlt ihnen in einer digitalen, von KI dominierten Welt nicht schon längst das Kapital für die Infrastruktur, um ernsthaft konkurrieren zu können?

Hinzu kommt: Die KI hat auf alles eine Antwort, doch wer trägt Verantwortung? Machen wir es uns nicht zu einfach, wenn wir uns auf Algorithmen ausreden? Ist der Bias nicht vielmehr ein digitales Spiegelbild unserer eigentlichen Weltanschauung?

Wie viel Skalierbarkeit verträgt ein demokratischer Diskurs? Löst der Imperativ des Fortschritts gerade den Moralischen Imperativ ab? Wie gelingt eine digitale Ordnung, die Innovation ermöglicht, ohne dabei die Demokratie zu gefährden?

Session III

Disruption der Demokratie

In digitalen Räumen geraten Wahrheit, Vielfalt und demokratischer Diskurs unter Druck: Wer entscheidet, was sichtbar wird? Wem gehört die Infrastruktur? Und wie viel Macht über Meinung, Vielfalt und Öffentlichkeit darf bei Plattformen, Algorithmen und Kapitalinteressen liegen?

Purpose oder Gepose?

diskussion

CHRISTIAN HELLINGER
Kreativgeschäftsführer Scholz & Friends Wien, CCA Präsident
GEORG WENGER-RAMI
Head of Marketing & Communications, oekostrom AG
KAITLYN CHANG
Impact Architect ASG bei Accenture Song, vielfach ausgezeichnet,
Cannes Lions Innovation Lions Jury 2019
MARTIN ASCHAUER
Leitung Kommunikation Tierschutz Austria, Kommunikations-
stratege für Change Communication (Mediacampaigning Austria), 
Podcaster 
NUNU KALLER
Autorin und Aktivistin für nachhaltigen Konsum

Von Nachhaltigkeit bis Diversität: Wertebasierte Kommunikation ist fester Bestandteil moderner Markenidentität. Doch steckt dahinter echtes
Engagement oder nur strategisches Imagebuilding? Und welche Rolle spielen dabei die sozialen Medien und die digitalen Möglichkeiten?

Ist es für Marken möglich, für etwas zu stehen, ohne auch dafür einzustehen und ist mediale Reichweite inzwischen wichtiger als gesellschaftliche Wirkung? Reicht es, die moralischen Trends und Weltbilder der Zielgruppe kommunikativ zu bedienen oder braucht es echten gesellschaftlichen Impact? Und wenn ja: Warum sollten Marken dann noch die ökonomischen Kosten eines moralischen Anspruchs tragen?

Gibt es auch so etwas wie toxische Marken und wenn ja, was zeichnet sie aus? Und wie kommt ein Buykott zustande? Wie können Marken der Verantwortung, die sie tragen, glaubwürdig gerecht werden?

Sagen, was…alle hören wollen?

talk

ANDREAS SCHNAUDER
Chefredakteur Der Pragmaticus
EVA WEISSENBERGER
Medienberaterin und Publizistin,
Geschäftsführerin von Storytime Media
MICHAEL NIKBAKHSH
Investigativjournalist & Podcaster „Die Dunkelkammer“
STEFAN KAPPACHER
Journalist ORF & Blogger gehoertgebloggt.com,
verantwortlich für das Ö1-Medienmagazin #doublecheck

Journalismus orientiert sich zunehmend an der Logik sozialer Medien: Kürzer, schneller, emotionaler. Beiträge werden auf Teilbarkeit optimiert, Headlines auf Klicks. Doch ist das ein Bruch mit journalistischen Idealen oder einfach die nächste Stufe medialer Anpassung?

Schon Gratiszeitungen, Boulevardmedien oder Infotainment-Formate haben gezeigt, dass sich journalistische Formen im Spannungsfeld zwischen ökonomischem Druck, technologischem Wandel und Publikumserwartung stets verändern. Was bedeutet es also, wenn auch Qualitätsmedien heute mit Social-Media-Taktung, Formathäppchen und Personalisierung arbeiten?

Ist die Orientierung an Reichweite ein Verlust an Relevanz oder eine notwendige Öffnung? Und wie kann journalistische Verantwortung aussehen in einer Medienlandschaft, in der Sichtbarkeit zunehmend von Algorithmen bestimmt wird? Wird „Sagen, was ist“ zu „Sagen, was Aufmerksamkeit bringt“?

Session IV

Moralspektakel

Markenkommunikation und Medienwandel im Spannungsfeld von Moral, Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit. Wo endet Überzeugung, wo beginnt Inszenierung? Wie bewahrt man Haltung zwischen Purpose und Performance, zwischen Reichweite und Relevanz?

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