Für mehr Bewusstsein in unserer Kommunikation
CCConference 05/11/25*
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diskutiert haben
Session I
Transformation im Algorithmus
Kommunikation wandelt sich durch Smartphones, soziale Medien und Künstliche Intelligenz. Neue Technologien eröffnen Chancen für Verbindung, Teilhabe und Effizienz. Doch wie nutzen wir diese Möglichkeiten bewusst, nachhaltig und behalten dabei das Menschliche im Digitalen?
Always on, always alone?
diskussion
ANU PÖYSKÖ Medienpädagogin, langjährige Leiterin WIENXTRA-Medienzentrum
CLEMENS MARISCHEN Kommunikations- & Social-Media-Experte, WU Wien
OLIVER SCHEIBENBOGEN Klinischer Psychologe, Anton Proksch Institut, führend in digitaler Gesundheit
STEFANIE WINKLER-SCHLOFFER Director Marketing Communications bei A1
Smartphones prägen unseren Alltag, unsere Kommunikation und unser Miteinander. Doch fördern sie echte Nähe oder ersetzen sie sie durch ständige Verfügbarkeit? Verbinden sie uns oder isolieren sie uns?
Wenn alle nur noch das eigene Programm streamen und kuratieren – auf YouTube, TikTok, Spotify u. a. – was bleibt dann von gemeinsamen kulturellen Bezugspunkten? Erleben wir das Ende öffentlicher Medienräume oder nur einen Wandel, den traditionelle Medien nicht verstehen?
Immer mehr Länder regulieren die Smartphone- oder Social-Media-Nutzung für Minderjährige. Doch schützen wir Kinder damit wirklich oder verwehren wir ihnen wichtige Erfahrungsräume? Wer trägt Verantwortung für digitale Bildung und Resilienz – und wie vermitteln wir Kompetenzen, die vielen selbst fehlen?
Was verlieren und was gewinnen wir, wenn unser wichtigstes Fenster zur Welt in der Hosentasche liegt? Und wie gestalten wir digitale Nähe, ohne das Soziale aus dem Blick zu verlieren?
Machen wir es uns mit der
KI zu einfach?
diskussion
ALEXANDRA CIARNAU Co-Leiterin der Digital Industries Group, Head of Metaverse bei DORDA, Präsidentin von Women in AI Austria
BARBARA STEINBRENNER Technologie-Redakteurin bei Die Presse, seit 10 Jahren führende Stimme im Tech-Journalismus
GERHARD KÜRNER CEO 506.ai, Experte für Unternehmens-KI & AI Upper Austria
GERNOT WAGNER Klimaökonom, Columbia Business School, Autor & Gastautor (NYT, Washington Post)
HANNES STARKBAUM Soziologe & Politikwissenschaftler, IHS Wien
Ob gesellschaftliche Herausforderungen, Berufsalltag oder private Kommunikation: Künstliche Intelligenz verspricht Effizienz, Automatisierung und Entlastung.
Doch wenn Maschinen Texte schreiben und lesen, was bleibt dann von kultureller Produktion und echter Kommunikation? Entsteht Bedeutung nicht erst durch menschliches Engagement? Reden wir künftig nur noch mit unserem digital generierten Spiegelbild, weil es uns besser versteht als echte Menschen?
Hilft KI, die Welt besser zu verstehen oder reduziert sie die Welt einfach nur auf das, was uns gefällt? Hilft sie uns nachhaltigere Lebensweisen zu entwickeln oder verschärfen die unsichtbaren Nebenwirkungen und der Rohstoffverbrauch nur die bestehenden Problem?
Zwischen Entlastung und Abhängigkeit, Innovation und digitalem Müll bleibt die Frage: Wie gestalten wir den Umgang mit KI, ohne uns selbst dabei zu verlieren?
Session II
Influence me: Weltbilder und Selbstbilder
Gender, Körper und Identität werden heute in sozialen Medien sichtbar, verhandelt und vermarktet. Zwischen Selbstinszenierung und Algorithmus entstehen neue Räume für Ausdruck, aber auch neue Konflikte. Wie formen Plattformen das Selbstbild einer Generation und wer bestimmt die Regeln?
Freedom of Speech oder
Freedom of Reach?
talk
DOMINIK SINNREICH Soziologe, Experte für Framing & Wording, Redenschreiber
JAKOB-MORITZ EBERL Senior Scientist am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien; forscht zu politischer Kommunikation und Medienwirkungen
KLEMENS GANNER COO APA Gruppe, zuständig für APA Digitalisierungs- und AI-Strategie
LISA SANS Marketingexpertin bei Tierschutz Austria, Mitgründerin von Storytime Media
Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. Doch heißt das auch, dass jede Meinung maximale Reichweite verdient? In digitalen Öffentlichkeiten, in denen Plattformen Aufmerksamkeit belohnen statt Argumente, verschiebt sich das Kräfteverhältnis zwischen Information und Inszenierung, zwischen Aufklärung und Algorithmus.
Fake News, Clickbait-Politik und polarisierende Narrative verdrängen zunehmend substanzielle Inhalte. Müssten Plattformen, deren Logiken – technisch, ökonomisch oder ideologisch – diskriminierende Inhalte begünstigen nicht stärker reguliert werden? Wie können wir Populismus, dem Wirken von Verlustunternehmern und der Manipulation über Ängste und Sorgen entgegenwirken?
Wie frei ist unsere Meinungsbildung heute noch? Und wer trägt Verantwortung dafür, welche Stimmen sichtbar werden und welche nicht? Wie schützen wir Meinungsfreiheit, Vielfalt und echte Information in einer Welt, die Aufmerksamkeit zur wichtigsten Währung erklärt hat?
Ich scrolle, also bin ich...
diskussion
ALINA HEINER Social-Media- und Influencer-Marketing-Expertin
BARBARA BLEIER-SERENTSCHY Director Marketing & Communications, Palmers Textil AG
ELKA XHARO Informatikerin, Medizinphysikerin, politische Aktivistin, Instagram-Kanal „The Sciency Feminist“
JULES VOGEL Content Creatorin und Social Media Managerin, Kanal @julesvogel zu den Themen: Gefühle, Beziehungen, Dating, LGBTQIA+, das Leben mit Ende 20
Zwischen Softbois und TradWives, Genderfluidität und GymTok, Body Positivity und Incel-Kultur:
Soziale Medien, allen voran Instagram und TikTok, sind für die Gen Z zum zentralen Ort geworden, um Identität zu zeigen oder zu finden. In einer Welt von Influencer*innen, Content Creator*innen und Algorithmen geht es scheinbar permanent darum sich abzugrenzen, anzuschließen und zu inszenieren.
Aber wer beeinflusst hier eigentlich wen? Der Algorithmus das Selbstbild oder das Bedürfnis nach Zugehörigkeit den Content? Weshalb entstehen in denselben digitalen Räumen so gegensätzliche Strömungen – von toxischer Männlichkeit und Incel-Kultur einerseits bis hin zu queerer Sichtbarkeit und aktivistischer Selbstermächtigung andererseits? Woher kommt die gesellschaftliche und politische Polarisierung, obwohl alle dieselben Apps nutzen?
Wie formen soziale Medien die Selbstbilder und Weltbilder einer ganzen Generation? Widersprechen Zweifel und Grautöne schlicht der Logik des Scrollens? Und wenn alles Ausdruck von etwas ist: was ist dann noch echt?
Kontrolliert Kapital unsere Kommunikation in der digitalen Welt?
spark talk
KRISZTINA ROZGONYI Senior Scientist am Austrian Institute of Technology (AIT), forscht zu Plattform-Governance, KI-Ethik, Medienpolitik und gesellschaftlichem Wandel
Wenige Konzerne und Superreiche dominieren heute die zentralen Plattformen, Schnittstellen und Protokolle, auf denen unsere Kommunikation basiert – und verfügen zugleich als Einzige über das Kapital, um dauerhaft mitzubestimmen, wie diese Infrastrukturen weiterentwickelt werden. Denn allein der Aufbau konkurrenzfähiger Rechenzentren und KI-Ressourcen kostet Milliarden.
In einer digitalen Welt, in der Informationsflüsse, Plattformen und Technologien zunehmend privater Kontrolle unterliegen, stellt sich die Frage:
Was passiert mit der Demokratie, wenn die Grundlagen unserer Kommunikation – von Hardware über soziale Netzwerke bis hin zur Künstlichen Intelligenz – in den Händen weniger Kapitalbesitzer liegen? Führt extreme Vermögenskonzentration zwangsläufig auch zu Meinungs- und Medienmacht?
Wie sehen die Mechanismen medialer Machtkonzentration in einer digitalen Gesellschaft aus? Lassen sich extremer Reichtum und Demokratie überhaupt miteinander vereinbaren, wenn unsere Kommunikationsräume von den Logiken privater Infrastruktur bestimmt werden?
Disruption der Demokratie?
diskussion
ANSWER LANG Stellv. Kabinettschef und Referent für Medienpolitik des Vize- und Medienministers
ASTRID MAGER Senior Academy Scientist am Institut für Technikfolgen- Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
KRISZTINA ROZGONYI Senior Scientist am Austrian Institute of Technology (AIT), forscht zu Plattform-Governance, KI-Ethik, Medienpolitik und gesellschaftlichem Wandel
MICHAEL ALTRICHTER Startup-Unternehmer, BusinessAngel
RAINER NEWALD Generalsekretär der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft und PR-Berater
STEPHAN GUSTAV GÖTZ-BRUHA Pressesprecher des Bundespräsidenten
In digitalen Räumen stellt sich zunehmend die Frage: Braucht es klare, demokratisch legitimierte Regeln für die digitale Welt, oder entstehen dort von selbst soziale und kulturelle Normen? Und wenn ja: funktionieren diese im Sinne aller, oder im Interesse weniger?
Profitieren vor allem große Anbieter in ihrem Streben nach Dominanz von dem, was als freier Wettbewerb gilt? Können kleine Anbieter überhaupt noch innovativ sein – oder fehlt ihnen in einer digitalen, von KI dominierten Welt nicht schon längst das Kapital für die Infrastruktur, um ernsthaft konkurrieren zu können?
Hinzu kommt: Die KI hat auf alles eine Antwort, doch wer trägt Verantwortung? Machen wir es uns nicht zu einfach, wenn wir uns auf Algorithmen ausreden? Ist der Bias nicht vielmehr ein digitales Spiegelbild unserer eigentlichen Weltanschauung?
Wie viel Skalierbarkeit verträgt ein demokratischer Diskurs? Löst der Imperativ des Fortschritts gerade den Moralischen Imperativ ab? Wie gelingt eine digitale Ordnung, die Innovation ermöglicht, ohne dabei die Demokratie zu gefährden?
Session III
Disruption der Demokratie
In digitalen Räumen geraten Wahrheit, Vielfalt und demokratischer Diskurs unter Druck: Wer entscheidet, was sichtbar wird? Wem gehört die Infrastruktur? Und wie viel Macht über Meinung, Vielfalt und Öffentlichkeit darf bei Plattformen, Algorithmen und Kapitalinteressen liegen?
Purpose oder Gepose?
diskussion
CHRISTIAN HELLINGER Kreativgeschäftsführer Scholz & Friends Wien, CCA Präsident
GEORG WENGER-RAMI Head of Marketing & Communications, oekostrom AG
KAITLYN CHANG Impact Architect ASG bei Accenture Song, vielfach ausgezeichnet, Cannes Lions Innovation Lions Jury 2019
MARTIN ASCHAUER Leitung Kommunikation Tierschutz Austria, Kommunikations- stratege für Change Communication (Mediacampaigning Austria), Podcaster
NUNU KALLER Autorin und Aktivistin für nachhaltigen Konsum
Von Nachhaltigkeit bis Diversität: Wertebasierte Kommunikation ist fester Bestandteil moderner Markenidentität. Doch steckt dahinter echtes
Engagement oder nur strategisches Imagebuilding? Und welche Rolle spielen dabei die sozialen Medien und die digitalen Möglichkeiten?
Ist es für Marken möglich, für etwas zu stehen, ohne auch dafür einzustehen und ist mediale Reichweite inzwischen wichtiger als gesellschaftliche Wirkung? Reicht es, die moralischen Trends und Weltbilder der Zielgruppe kommunikativ zu bedienen oder braucht es echten gesellschaftlichen Impact? Und wenn ja: Warum sollten Marken dann noch die ökonomischen Kosten eines moralischen Anspruchs tragen?
Gibt es auch so etwas wie toxische Marken und wenn ja, was zeichnet sie aus? Und wie kommt ein Buykott zustande? Wie können Marken der Verantwortung, die sie tragen, glaubwürdig gerecht werden?
Sagen, was…alle hören wollen?
talk
ANDREAS SCHNAUDER Chefredakteur Der Pragmaticus
EVA WEISSENBERGER Medienberaterin und Publizistin, Geschäftsführerin von Storytime Media
MICHAEL NIKBAKHSH Investigativjournalist & Podcaster „Die Dunkelkammer“
STEFAN KAPPACHER Journalist ORF & Blogger gehoertgebloggt.com, verantwortlich für das Ö1-Medienmagazin #doublecheck
Journalismus orientiert sich zunehmend an der Logik sozialer Medien: Kürzer, schneller, emotionaler. Beiträge werden auf Teilbarkeit optimiert, Headlines auf Klicks. Doch ist das ein Bruch mit journalistischen Idealen oder einfach die nächste Stufe medialer Anpassung?
Schon Gratiszeitungen, Boulevardmedien oder Infotainment-Formate haben gezeigt, dass sich journalistische Formen im Spannungsfeld zwischen ökonomischem Druck, technologischem Wandel und Publikumserwartung stets verändern. Was bedeutet es also, wenn auch Qualitätsmedien heute mit Social-Media-Taktung, Formathäppchen und Personalisierung arbeiten?
Ist die Orientierung an Reichweite ein Verlust an Relevanz oder eine notwendige Öffnung? Und wie kann journalistische Verantwortung aussehen in einer Medienlandschaft, in der Sichtbarkeit zunehmend von Algorithmen bestimmt wird? Wird „Sagen, was ist“ zu „Sagen, was Aufmerksamkeit bringt“?
Session IV
Moralspektakel
Markenkommunikation und Medienwandel im Spannungsfeld von Moral, Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit. Wo endet Überzeugung, wo beginnt Inszenierung? Wie bewahrt man Haltung zwischen Purpose und Performance, zwischen Reichweite und Relevanz?

